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Unsere Philosophie

Hoch hinauf in die Pfrontener Baumgipfel!
Im Waldseilgarten Höllschlucht sollen alle Besucher, ob Jung oder Alt, auch ohne Vorkenntnisse im Klettern, gemeinsam in der Natur viel Spaß haben.
Der Kletterwald am Ausgang der Höllschlucht soll kein Funpark, kein Klettersteig im Wald, kein Sportgerät, kein Waldlehrpfad sein! Er vereinigt aber Teile davon zu einer neuen Art des Walderlebens: Sportlich Ambitionierte werden genauso von diesem besonderen Hochseilgarten begeistert sein, wie Naturliebhaber, die sich den Wald aus anderer Perspektive anschauen wollen. Das sanfte Schwanken der Bäume in 10 m Höhe wird beide beeindrucken.

Baum schonender Einbau der Elemente
Alle Bauteile, welche die Bäume verbinden und die so genannten Parcours bilden, sind Baum schonend angebracht. Kein Stahlseil schnürt dem Baum die Rinde ab. Die Lärchenholzpodeste können dem Wuchs der Stämme angepasst werden, naturfarbene breite Schlingen verteilen den Druck der Seile. Der Wald wird weder verschmutzt noch beschädigt und wächst gesund weiter. Durch festgelegte Wege wird die Belastung der Wurzeln der Bäume minimiert. Die Massivholzbauweise der Multifunktionshütte ergänzt dieses Konzept: regionale Firmen haben es mit Holz aus der Gegend in landschaftsgebundener Bauweise erstellt.
Beschilderungen und Leitsysteme sind soweit als möglich aus Naturmaterialien.

Natur Parcours
Im Bereich des Waldseilgarten Areals und oberhalb in der Höllschlucht bieten sich viele Möglichkeiten zu „Landart“ -  also gemeinsam vergängliche Kunstwerke aus vorhandenen Naturmaterialien zu errichten.

So kann man die Natur über die Kunst ganz neu erleben und das nicht allein, sondern in der Gruppe, in der Familie oder integrativ mit behinderten Menschen. Hier wird eine die Generationen übergreifende Möglichkeit geschaffen zusammen zu kommen und gemeinsam ein einmaliges „Kunstwerk“ zu erschaffen. Besonders der Wechsel der eher sportlichen Aktivitäten im Seilgarten gegenüber der kontemplativen Betätigung hat schon manche „Motorikfreaks“ stundenlang alles vergessen lassen. Dadurch kann sich mit der Zeit ein weiterer Parcours, der Natur-Parcours entwickeln!

Sicherheit

Sicherheit
Trotz allem Spaß am Abenteuer darf bei uns die Sicherheit nicht zu kurz kommen. Da man sich teils in Höhen von über 10 Metern befindet und sich jederzeit gesichert, aber selbständig fortbewegt, müssen konsequent und durchgängig die Ropes Course Sicherheitsregeln von allen Beteiligten eingehalten werden! Wir behalten uns vor, Teilnehmer die sich trotz wiederholter Aufforderung nicht an die Regeln halten, aus Sicherheitsgründen von der weiteren Begehung der Parcours auszuschließen. Die Benutzerregeln, die Einweisung, die genormte Spezialausrüstung und deren richtige Anwendung, die permanente Überprüfung der Anlage selbst und die Qualifikation der Sicherheitstrainer werden durch unser Sicherheitskonzept geregelt und dokumentiert.

Sie sollen bei uns viel Spaß haben, bitten Sie aber dringend, die Grundregeln zu Ihrer eigenen Sicherheit konsequent einzuhalten! Der Betrieb des Waldseilgartens soll unfallfrei ablaufen.

LEADER+

Vernetzung von Sport, Natur und Kunst
Dieses neuartige Konzept, bei dem durch die Vernetzung von Sport und Kunst in der Natur viele Sinne angesprochen werden, sowie die Verknüpfung mit weiteren regionalen Angeboten in ähnlichen Bereichen (Trendsportzentrum Nesselwang, Kletterzentrum Allgäu in Rieden, Walderlebniszentrum Füssen) erlaubte auch eine Förderung des Projektes durch die europäische Union und den Freistaat Bayern mit dem Programm LEADER+.

Ein historischer Ort / Alt und Neu
Ausgerechnet im ältesten Ortteil Pfrontens mit seinen wunderschönen Holzhäusern steht nun der Waldseilgarten. Die Römerstraße führte schon vor 2000 Jahren nur wenige Meter vom Waldseilgarten entfernt nach Norden. Im Dreizehnten Jahrhundert hatten die ersten Siedler, die von hier aus das Tal urbar machten, ganz andere Sorgen und Interessen als wir heute. Aber auch sie schützte der Wald vor Naturgewalten und er lieferte ihnen den Baustoff.

Wir fühlen uns hier in Kappel wohl und erhalten durch die Bürger im Ort, sowie durch die Gemeinde Pfronten alle erdenkliche Unterstützung. Der Waldseilgarten Höllschlucht ist über das Allgäu hinaus zu einem Begriff geworden.

Auch nach dem Bau der geplanten Umgehungsstraße soll Kappel kein Museum werden – aber dafür sorgen unter anderem wir, durch unsere Ideen für Jung und Alt im Wald. Die älteste Besucherin, die einige Parcours unseres Waldseilgartens begangen hat, ist übrigens 84 Jahre alt und schaut fast jeden Tag vorbei. Das freut uns!

Der Waldseilgarten wirkt
Um ein intensives Erlebnis mit neuen Erfahrungen mit nach Hause nehmen zu können, müssen Sie selbst auch Ihren Beitrag dazu beisteuern:

Das ist einmal die Bereitschaft, sich auf Neues, Ungewohntes einzulassen, es also einfach auszuprobieren. Die Aufgaben mit dem jeweiligen Aufforderungscharakter der Elemente steigern sich immer wieder.

Etwas Mut, Kraft und Ausdauer oder wenigstens der Wille dazu, es zu versuchen, ist angeraten. Sie werden verwundert sein, zu welchen Leistungen Sie, Ihre Freunde, oder die ganze Familie im Stande sind. Mit gegenseitiger Hilfe und Unterstützung sind die Aufgaben nicht immer leicht, aber lösbar! Viele Besucher kommen wieder und wollen „ihr“ offenes Problem lösen. Das ist alles nur möglich, weil die Freiwilligkeit des Tuns uns ein wichtiges Anliegen ist. Wir freuen uns, wenn jemand mit zufriedenem Gesicht  zur Hütte kommt und sagt  "Jetzt hab ich’s geschafft!" Und viele können mehr als sie sich zutrauen.

Also, wie erkannte schon Saint Francis richtig: "Fang damit an, das Nötige zu tun, dann das Mögliche und plötzlich tust du das Unmögliche."

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